Das Portrait „Selbdritt“
„Wie sieht das aus, wenn ein und dieselbe Person zu ihrem Selbst aus verschiedenen Zeiten in Kontakt tritt? Das Portrait Selbdritt ist das Gruppenbild einer Einzelperson und ist aus der Idee der Zeitverschiebung in den Familienportraits entstanden. Auch hier sind Kinder-, Jugend- und Erwachsenenfotos Vorlage für einen neuen optischen Zusammenhang im Bild.“
„Mein selbdritt“ / 1966 – 2009 – 1959 (digital print/canvas, 2015)
Das Foto der Figur links zeigt mich als 14 jährige mit einer Freundin in einer Wiese liegend. In der Mitte döse ich unter einem Moskitonetz in einem Zelt, völlig ermattet in der nachmittäglichen Hitze. Rechts knie ich auf dem Foto als vierjährige im Pyjama und erkläre meinem Cousin meine Puppen. Das Zelt mit dem Moskitonetz bildet den gemeinsamen Raum..
„Meine Mutter selbdritt“/1944-1936-1925 (90 x 65 cm, Digital Print/ Leinwand, 2014)
Drei Fotos sind die Grundlage dieses Portraits meiner Mutter: Auf dem erste sitzt sie mit ihrer Familie an einem Gartentisch. Das zweite entstand anlässlich eines Ausfluges zu einem See, der auch den gemeinsamen Raum bildet. Auf dem Kinderfoto steht sie vor einem Strauch im Garten. Es ist eines der ganz wenigen Kinderbilder auf denen sie lacht.
„Meine Mutter selbdritt“ /1937- 1965-1922 (90 x 65 cm, Digital Print/ Leinwand, 2014)
Das erste Foto zeigt sie mit ihrem Vater beim Pferderennen in der Wiener Freudenau, während sie ihre Wettscheine studieren. Das zweite ist ein Gruppenfoto anlässlich der Firmung ihres Neffen. Auf dem dritten Foto steht sie mit ihrem kleinen Bruder im Garten ihrer Kindheit, der hier auch den Hintergrund bildet.
„Meine Mutter“/ 1921-1938 (90 x 65 cm Digital Print/ Leinwand, 2014)
Das Kinderbild kommt aus einer Szene im Sandkasten mit ihren Spielkameraden. Auf dem Erwachsenenfoto hat sie sich gebückt, um den Kopf eines weißen Pferdes zu tätscheln. Den Hintergrund bildet ein Ausflugsort ihrer Kindheit in Mähren.

